Der Frankfurt Marathon sollte dieses Mal ein besonderes Ereignis werden. Nach der Absage von Berlin wollte ich in Frankfurt meinen 10. Marathon finishen und eine Bestzeit sollte her. Das Training habe ich schon Ende Juli begonnen und mit deutlich erhöhtem Umfang und vielen Intervalleinheiten sehr engagiert begonnen. Ende September wollte ich die schon lange angestrebte Marke von 3:30Stunden endlich knacken. Dann kam aus bekannten Gründen Ende August meine Absage für Berlin. Nach fast zwei Wochen Trainingsphase habe ich mich dann entschlossen einen ernsthaften Versuch in Frankfurt zu starten.

Mit seiner 49. Auflage ist Essen der älteste Marathon Deutschlands, während Frankfurt den Anspruch erhebt, mit seiner 30. Auflage der älteste City-Marathon Deutschlands zu sein. Für beide Marathons hatte ich gemeldet. Essen weil ich mit meinen Verwandten Leenas und meinen 70. Geburtstag nachfeiern wollte und für Frankfurt hatte ich bei Arque-Runup einen Freistart gewonnen.

Eine tolle Möglichkeit die beiden Veranstaltungen direkt zu vergleichen, wenn auch 3 Wochen Abstand etwas kurz für eine vollständige Regeneration sind. Aber ich wollte es versuchen.

Unser Ziel war möglichst konstant zu laufen und in ca. 1:40h ins Ziel zu kommen. Die Konstanz war da, aber wir waren ca. 5s zu langsam.
Trotzdem waren wir nach dem Lauf zufrieden.

Wir haben uns gegenseitig schön gezogen und kamen auch fast gleich an:
2011Hugenottenlauf

Robert,   1:41:47,5h
Jürgen,   1:41:50,6h
Lothar,    1:42:30,5h

Bei mir reichte das zum 2. Altersklassensieg im 2. Halbmarathon in diesem Jahr.

Nicht mit auf dem Bild, aber trotzdem dabei und für uns drei viel zu schnell war
Gernot, der  in 1:25:47,9 durchs Ziel lief.

... schnaufen jetzt seit bereits 11 Jahren in Folge landschaftsbegeisterte Marathonläufer. Mit diesem Slogan bewerben die Organisatoren den Hunsrück Marathon, der immer am letzten Wochenende des Monats August zum festen Bestandteil im Marathonkalender geworden ist. Bezeichnend für den Werbeslogan ist der überwiegende Teil der Marathonlaufstrecke - der Schinderhannes-Radweg von Emmelshausen nach Simmern. Noch vor wenigen Jahren diente diese Strecke als Linienverbindung der Hunsrückbahn, bevor sie nach Stillegung zu einem komfortablen Radweg umgebaut worden ist.

Nachreichen möchte ich noch den Bericht zu meinem diesjährigen Comrades Marathon in Südafrika. Es war die fünfte Teilnahme in Folge. Das bedeutet ... Bergfest! Seit meiner ersten Teilnahme an dem Ultramarathon träume ich von der Aufnahme in den ehrwürdigen Club der Comrades Vielstarter, auch Green Number Club genannt. Die Hälfte davon ist jetzt geschafft. Das Blöde daran ist, in jedem Jahr wird es für mich schwerer einen vernünftigen Lauf abzuliefern. Auch in diesem Jahr hatte ich wieder so meine diversen Problemchen ...

... gehören zu den Ängsten eines jeden Menschen. Wenn ein Marathonläufer diese beiden Wörter auf gelben Ortsschilder entdeckt hat, dann wird er sich aller Wahrscheinlichkeit nach gerade auf dem beschwerlichen Weg nach Nordhausen befinden - dem jährlichen Zielort der Harzquerung. Die Harzquerung ist ein Ultramarathon über 51 km und findet immer am letzten Samstag im April statt. Gelaufen wird weniger auf gut befestigten Wegen oder gar auf geteerten Straßen. Nein, überwiegend dienen einspurige Trampelpfade auf Wald- oder Wiesenboden als Laufuntergrund. Die Harzquerung ist ein Trailmarathon. Und da der Harz nun mal ein Mittelgbirge ist, geizt der Kurs auch nicht mit Höhendifferenzen. Mit Start im kleinen Städtchen Wernigerode und dem Ziel in Nordhausen wird der Harz von Nord nach Süd komplett durchquert.

Nach meinem ersten Weiltalwegmarathon 2007 hatte ich gestern erneut die Gelegenheit, die Reize des Hochtaunus Naturparks "Weiltalweg" läuferisch zu erleben. Gemeinsam mit einigen Comradesrunners vom "Team Germany 2011" ging es bei idealem Laufwetter auf den 42,195 km langen Kurs.

Wenn man sich das Höhenprofil des Landschaftsmarathons anschaut, glänzen einem die Augen. Auf dem Papier geht es - abgesehen von zwei "Ausreißern" - nur bergab. Erfahrene Weiltalwegläufer wissen aber von den vielen kleinen Rampen bei denen man das Tempo etwas anpassen sollte, damit am Ende des Laufes noch ausreichend Körner für eine ordentliche Endbeschleunigung übrig bleibt. Auch sollte Marathoni wissen, dass es einige unschöne Schotterpassagen auf der Strecke gibt, die Anlass für ein etwas vorsichtigeres Laufen geben. Gerade bei etwas steileren Bergabpassagen sollte man etwas aufpassen. Für einen Genussläufer wichtig: die tolle Landschaft!

Ich hatte mich für diesen Lauf nicht vorangemeldet, da ich den Anmeldeschluss am 05. April verpasste. Beim Blick auf die Starterliste sah ich aber sofort, dass eine Nachmeldung kein Problem sein würde. Von den zugelassenen 1400 Läufern auf der Marathonstrecke waren gerade mal 506 Startplätze im Vorfeld vergeben. Also auch hier beim heimischen Marathon gibt es einen erheblichen Läuferschwund. Der Veranstalter versucht dieses Manko mit den zusätzlich eingeführten Disziplinen Marathonstaffel und 22 km Lauf etwas abzufangen.