Alljährlich findet im beschaulichen Frankenland der Obermain Landschaftsmarathon statt. Austragungsort: Bad Staffelstein - die Adam Riese Stadt. Zum siebten Male versammelte sich dort die überwiegend bayrische Läuferschar, um bei den verschiedenen Disziplinen ihren Meister zu finden. Für mich war es am letzten Sonntag bereits der vierte Marathonstart in Folge. Jedesmal wenn ich in aller Herrgottfrüh die 260 km lange Anfahrt über mich ergehen lasse frage ich mich, warum ich wieder auf den Weg nach Bad Staffelstein bin. Auf der Rückfahrt weiß ich die Antwort dann wieder: Der Obermain Marathon ist einfach eine verdammt geile Veranstaltung!

Die letzten Jahre war der Freiburg Marathon für mich immer einer günstiger Termin für enen Halbmarathon als Test für den Frühjahrmarathon. Diesen Winter habe ich das Training deutlich früher angefangen mit dem Ziel in Kandel meine Bestzeit anzugehen. Eine Grippe Ende Februar ließ dieses Ziel platzen. Die letzten Jahre lief Freiburg als Halbmarathon für mich recht gut und Anfang April sind auch noch gute Laufbedingungen zu erwarten. Die letzten beiden Jahre war es eher zu kalt und naß. Dieses Jahr kam der Sommer. Schon am Samstag beim Abholen der Startnummer war es 24°C. Eigentlich war es perfektes Wetter. Ich habe die Motorräder aus der Garage geholt. Wir haben die Grillsaison eingeläutet, aber bei dem Wetter laufen?

Am 20.3.2011 haben zwei Abgehtsläufer den Weg nach Wiesbaden zur Platte gefunden. Rainer John und Lothar Fritz. Berglauf zur Platte 8100m, dabei 450 hm. Aber immer noch besser, als die langen trostlosen 30 Km in Friedberg, haben wir gedacht. Bei wunderschönem sonnigen Wetter sind wir morgens um 10 Uhr an der Nerobergbahn an den Start gegangen. Entgegen den früheren Läufen war das Starterfeld recht dünn besetzt, knapp 200 Teilnehmer.

Eigentlich war ja für Sonntag Frühlingswetter vorausgesagt. Als ich aber kurz vor sieben aufstand war alles trüb und nass. Dafür erschien es mir relativ warm. Der Start war für 10 Uhr angesagt, Startnummernausgabe ab 8. Ca. 4000 Teilnehmer/Innen waren avisiert, mehr als bei vielen Stadtmarathons.

Punkt 10:00 Uhr startet die Elite und dann im Minuten-Abstand die weiteren Blöcke, nach erhoffter Zielzeit gestaffelt. Der Start birgt so seine Tücken. Ich war letztes Jahr aus dem Ironman-Training heraus, ohne spezielle Vorbereitung 1:38:47 Std. gelaufen. Dieses Jahr habe ich keine Langdistanz vor. Dafür bin ich neu in der M70, und habe mich speziell für die 21,1 km vorbereitet. Im Training bin ich locker 1:36 über 20 km gelaufen. Da müsste doch eine gute Platzierung drin sein!

Was macht ein Kölner an Karnevalssamstag? Richtig! Er läuft 10 KM in GG - wie (fast) jedes Jahr.
Für meine Verhälnisse relativ pünklich aufschlagend wurde ich auf einen Ausweichparkplatz geleitet - das sprach bei Bilderbuchwetter für eine rege Teilnahme. Beim Warmlaufen wurde ich reihenweise von ernst drein blickenden Zeitgenossen in einem irren Sprint überholt während ich die ganze Zeit am rechnen war, an welcher Stelle ich bei 17 Min Zeit bis zum dem Start umdrehen muss, um rechtzeitig am Start zu sein. Möglicherweise waren die Sprinter ja nicht zum gleichen Ergebnis gekommen. In GG sieht GG eigentlich nie besonders gut aus, aber wenn die Poser übern Winter auch noch schneller geworden sind...
Während ich noch darüber nachdachte klickte die Kanone vom Starter und abgings. Wie jedes Jahr in GG glauben 90 % der Starter unter die ersten 30 zu kommen, demensprechend voll war es auf den ersten 2 KM. Optimale Bedingungen (ausser etwas Gegenwind) und nach 38:22 war die Pein vorbei. Nächste Woche auf ein Neues an der Commerzbank Arena.
Gleiches Wetter wäre super!!!

Winterzeit in Deutschland ... davon hatte ich langsam genug und entschied vor einigen Wochen, den Winter mit einem 2-wöchigen Urlaub im Süden etwas zu verkürzen. Da ich im Urlaub nicht vor hatte zu faulenzen und meinen eher bescheidenen Trainingszustand im Warmen etwas auf Vordermann bringen wollte, verbrachte ich die Zeit mit einer 60 köpfigen Laufgruppe in südlichen Andalusien. Die Gruppe war bunt gemischt und bildete sich aus Läufer und Läuferinnen aus allen Teilen Deutschlands, Österreich und der Schweiz.

Das Angebot auf den Webseiten von Peter Greif klang sehr verlockend. "Laufurlaub in Conil" hörte sich für mich im ersten Moment nicht sonderlich anstrengend an. Andalusien bietet eine Vielzahl von Unternehmungen und Sehenswürdigkeiten, die sich mit einigen ambitionierten Läufchen schön zu einem abwechslungsreichen Urlaub verbinden lassen. Mit diesen Gedanken buchte ich den Urlaub bei Peter Greif. Etwa acht Tage vor Urlaubsbeginn bekam ich die Reiseunterlagen zugeschickt. Ein kurzes Anschreiben, eine Teilnehmerliste und ..... einen Traingsplan fand ich neben dem Flugticket in dem Postumschlag. Jetzt traf mich etwas der Schlag, denn das Wort Laufurlaub hatte ich wohl etwas fehlinterpretiert. Das Wort Trainingslager war wohl eher zutreffend. Sicherlich kennt der eine oder andere von Euch die Trainingspläne von Peter Greif und weiß spätestens jetzt, was ich in Andalusien zu erwarten hatte.

Alljährlich wiederkehrend finde ich in meinem Trainingsplan den Termin für einen speziellen langen Lauf wieder. Zusammen mit mir pilgern immer am letzten Samstag im Januar knapp 1000 Läufer in den kleinen Ort Rodgau-Dudenhofen - den Austragungsort für einen 50 km Ultramarathon.

Die quälende Frage, die sich die angemeldeten Läufer immer wieder stellen ist die, ob man wirklich ausreichend vorbereitet ist für einen ersten langen harten Wettkampf im Jahr. Immerhin liegt dieser Termin im tiefsten Winter und eine optimale Vorbereitung ist bedingt durch die Wetterverhältnisse in den seltesten Fällen möglich. Durch das 10 Runden Strecken-System in Rodgau empfinde ich diesen Lauf immer als eine Art Spezialtraining. Ich fahre dort hin und nehme mir vor einen Langen Lauf zu machen. Mindestens langsame 35 km sollten doch immer möglich sein zu dieser Jahreszeit. Und genauso denken viele andere Läufer auch und nutzen die Veranstaltung als Möglichkeit für einen top organisierten und geselligen Trainingslauf.